Meldungen in der Gemeinde

So ist Kirche hier in der Gemeinde. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Kirchenkreistag tagte in Brockel

Auf der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistags wurden eine ganze Reihe Beschlüsse gefasst. Lesen Sie hierzu die Berichte.

 

Fünf ausgezeichnete Ideen

Innovationsfonds des Kirchenkreises prämiert fünf Gemeinde-Projekte

 

„Wer will, dass Kirche bleibt wie sie ist, der will nicht, dass Kirche bleibt.“ Mit diesem tiefsinnigen Satz eröffnete Pastor Thomas Steinke während der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages gemeinsam mit Pastorin Karin Klement die Prämierung der fünf ausgewählten Projekte, die mit Mitteln aus dem Innovationsfonds bedacht werden. Die Preisträger stellten ihre Vorhaben anschließend dem Plenum vor.

Im vergangenen Jahr waren nur wenige Vorschläge beim Vergabeausschuss angekommen. „In diesem Jahr sieht das anders aus“, erklärte Steinke. „Auf der Zielgeraden hatten wir noch diverse Einsendungen, sodass wir am Ende aus zwölf Anträgen auswählen mussten“, so Steinke. Dabei seien formale und inhaltliche Kriterien zu beachten gewesen. „Wir haben an jedes Vorhaben die Fragen gestellt: Ist es innovativ und lässt es sich nachahmen?“ Fünf Ideen wurden mit unterschiedlichen Summen prämiert, die nicht als Abstufung der Wertigkeit zu verstehen seien. Manche Projekte seien eben einfach teurer als andere – für manche seien fast keine finanziellen Mittel nötig.

In Ahausen wurde der Perlengarten ausgezeichnet. Die Idee für den begehbaren Lebens- und Glaubensweg entstand aus der Arbeit der Frauenfrühstücksgruppe mit Perlenarmbändern. Die Erfahrungen sollen auch für andere sichtbar und Glauben so begreifbar gemacht werden. Dazu werden überdimensionale Perlen gestaltet und an Wegen platziert. Außerdem werden entsprechende Beete im Garten hinter dem Gemeindehaus angelegt. 3.000 Euro gibt es als Prämie vom Kirchenkreis.

Den Kindergottesdienst nicht ausfallen lassen, nur weil das Gemeindezentrum saniert wird. Vor diesem Problem stand die Kirchengemeinde Neuenkirchen und entwickelte aus dieser kleinen Not heraus den Da-staunst-Du-aber-nicht-schlecht-Kindergottesdienst. Der ist nicht an einen festen Raum gebunden – im Gegenteil. An ungewöhnlichen Orten bekommen die Lütten besondere Einblicke – wie bei der Sendung mit der Maus. Ein Gewächshaus und ein Bauernhof wurden schon besucht. Die Kinder lernen die Verantwortlichen persönlich kennen, erfahren etwas über ihre Arbeit und lernen diese wertzuschätzen. 1.000 Euro gibt es dafür vom Innovationsfonds.

Einen Schwerpunkt Musik setzt der Kindergarten der Michaelsgemeinde in Rotenburg. Mehrmals pro Woche sind eine Mitarbeiterin der Kreismusikschule oder der Kreiskantor in der Einrichtung, um den Kindern Musik nahe zu bringen. Außerdem sollen künftig einmal im Monat professionelle Musiker mit ihren Instrumenten kommen. Eigene Instrumente müssen noch angeschafft werden. Der Fonds unterstützt das mit 3.000 Euro.

1.000 Euro erhält die Kirchengemeinde Visselhövede mit ihrer Theatergruppe Theatron, die biblische Gestalten in ihren Stücken lebendig werden lässt. Mit Herodes und Salome feierte das Ensemble Premiere. Die Skripte, die selbst entworfen werden, sollen auch anderen Gemeinden überlassen werden.

Die Vernetzung des neuen Gemeindezentrums mit der Kirche steht auf der Agenda der Kirchengemeinde Fintel. Mit moderner Technik sollen Gottesdienste ins Gemeindehaus oder auf den Kirchplatz und umgekehrt übertragen werden können. Das kann bei Überfüllung des Gotteshauses bei großen Beerdigungen ebenso helfen wie bei Festgottesdiensten, die auch im Spielzimmer für die Kleinen im Gemeindehaus verfolgt werden können. Mit 2.000 Euro unterstützt der Kirchenkreis dieses Vorhaben.

 

 

Keine Entnahme aus den Rücklagen nötig

Kirchenkreistag beschließt Etat für 2014 einstimmig

Wenig Diskussionen gab es um den Haushalt 2014 des Kirchenkreises Rotenburg. Einstimmig wurde das vorgelegte Zahlenwerk vom Kirchenkreistag genehmigt.

Ausführlich stellten Torsten Tillner vom Planungsausschuss und Änne Kühn vom Kirchenkamt die Etat-Planung vor, die auf der Basis des Stellenrahmenplanes 2013 bis 2016 und angelehnt an den Hauhaltsplan 2013 erstellt wurde.

Den Vorgaben entsprechend seien die Sachmittel gekürzt worden und auch bei den vorgesehenen Stellenkürzungen liege der Kirchenkreis voll im Plan, konnte Kühn vermelden. Die erwarteten Tariferhöhungen wurden bereits eingeplant und können durch eine gesonderte Aufstockung der Zuweisungen der Landeskirche ausgeglichen werden. „Da ist wenig Luft drin, aber wir kommen ohne Rücklagenentnahme aus“, verkündete Kühn.

Das Zahlenwerk schließt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 4,89 Millionen Euro ab. Die landeskirchlichen Zuweisungen betragen rund 2,73 Millionen.

Der Haushaltsplan liegt vom 6. bis zum 20. Januar in der Superintendentur zur Einsicht aus.

 

Fondslösung verhindert Probleme bei Landverkauf

Kirchenkreis darf künftig Grund auf Vorrat erwerben

Wenn eine Kirchengemeinde Land aus ihrem Besitz verkauft, beispielsweise, um einem Landwirt mit angrenzenden Flächen eine Arrondierung seines Grundbesitzes zu ermöglichen, dann muss sie Ersatzland kaufen. Tut sie das nicht, müssen 90 Prozent des Erlöses an den Pfarrbesoldungsfonds der Landeskirche abgeführt werden. Und wenn kein entsprechendes Stück Land angeboten wird? Für diesen Fall soll künftig der Kirchenkreis einen Landfonds bilden, an dem sich betroffene Gemeinden beteiligen können. Das beschloss jetzt der Kirchenkreistag in Brockel.

Bislang erwerben die Kirchengemeinden alleine dieses Ersatzland. Allerdings wird es zunehmend schwierig, entsprechende Flächen in passender Größe zu bekommen. Nun wurde vom Landeskirchenamt eine neue Lösung angeregt: Die sogenannte Fondslösung beinhaltet, dass der Kirchenkreis gegebenenfalls die größere angebotene Fläche kauft und die überschüssigen Anteile anderen Kirchengemeinden anbietet. Die können auf diese Weise ihren Verpflichtungen nachkommen und die Erträge entsprechend anlegen. Sollte eine Kirchengemeinde zu einem späteren Zeitpunkt geeignete Flächen innerhalb der eigenen Gemeinde angeboten bekommen, kann sie die Fondsanteile zurückgeben und selbst als Käuferin auftreten.

Die Vergabe der Anteilsscheine und der Abschluss von Pachtverträgen sowie deren Abrechnung erfolgt über das Kirchenamt. Anteile, die noch nicht vergeben sind, führen zu einem Verbleib der Einnahmen und Ausgaben beim Kirchenkreis.

Während der Sitzung des Kirchenkreistages erläuterte Volker Bohling vom Bau- und Umweltausschuss den Vorschlag und betonte, dass die Fondslösung keinesfalls als Parkposition für kurzfristige Anlagen gedacht sei, sondern bei der Bewältigung ganz konkret anstehender Probleme helfen soll. So war eine Gemeinde in die Situation gekommen, nur eine erheblich größere als die verkaufte Fläche erwerben zu können. Selbst mit zwei anderen Gemeinden zusammen wäre eine Finanzierungslücke von 100.000 Euro zu bewältigen gewesen. An dieser Stelle kann nun, nachdem der Kirchenkreistag bei einer Enthaltung einstimmig für die Fondslösung votierte, der Kirchenkreis als Käufer auftreten und hält die verbleibende Fläche als Vorrat vor.

 

 

90 Prozent zahlt der Kirchenkreis

Kirchenkreistag beschließt Zuschuss für energetische Maßnahmen

Viele kirchliche Gebäude wurden im Rahmen eines Klimaschutzteilkonzepts untersucht. Ergebnis: Für kurzfristig anstehende Maßnahmen müssten rund 340.000 Euro aufgewendet werden. Der Kirchenkreistag beschloss nun, dass Kirchengemeinden, die bis Ende nächsten Jahres entsprechende Anträge an den Bauausschuss einreichen, mit einem Zuschuss von 90 Prozent durch den Kirchenkreis rechnen können.

Die Kirchengemeinden sollen sich mit Maßnahmen zur energetischen Verbesserung ihrer Gebäude generell auseinandersetzen, um das definierte Ziel des Klimaschutzes zu erreichen. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Superintendent Hans-Peter Daub. Damit es zügig losgehe, will der Kirchenkreis Anreize schaffen. Dabei werde immer geprüft, ob die betreffenden Gebäude auch künftig noch gebraucht werden, denn generell sei durchaus mit einer Verringerung des Immobilienbestandes zu planen, wo dies möglich sei.

Die nötigen Mittel generiert der Kirchenkreis aus Einmalzahlungen der Landeskirche von 2013 (179.000 Euro zweckgebunden zur energetischen Verbesserung von Gebäuden und 127.000 Euro ohne Zweckbindung).

 

 

Künftig Genehmigung im Kirchenkreisvorstand

Veränderungen des Stellenrahmenplans beschlossen

Die Änderung des Stellenrahmenplanes für den Bereich Scheeßel, die eine bloße interne Verschiebung beinhaltet, war Grund dafür, dass der Kirchenkreistag eine Beauftragung des Kirchenkreisvorstandes für solche Fälle beschloss.

Die Erkrankung eines Pastors in Scheeßel ließ die ursprünglich geplanten Stellenkürzungen neu überdenken. So sollte eigentlich die Pfarrstelle II um 25 Prozent zu einer vollen Stelle aufgestockt und im Gegenzug die Pfarrstelle III um 25 Prozent und im Rahmen der allgemeinen Kürzungen später noch einmal um 25 Prozent reduziert werden. Durch die Erkrankung, die es dem Stelleninhaber der Pfarrstelle I nur noch ermöglicht, zu 60 Prozent seinen Dienst zu tun, fällt die Kürzung im Bereich der Pfarrstelle III weg. Erst am 1. Januar 2015 wird sie dann zur 75-Prozent-Stelle.

Der Kirchenkreis stimmte während der jüngsten Sitzung dieser Veränderung einstimmig zu und befürwortete außerdem, dass künftig der Kirchenkreisvorstand solche Entscheidungen treffen kann, wenn sich daraus keine Veränderungen des Gesamtvolumens ergeben.

 

 

Partnerschaft ruht vorerst

Kirchenkreis legt Botswana-Bemühungen auf Eis

Nicht leicht machten sich die Mitglieder des Kirchenkreistages während ihrer jüngsten Sitzung in Brockel die Entscheidung, die Partnerschaft mit dem afrikanischen Botswana vorübergehend ruhen zu lassen.

Jürgen Kasch, über viele Jahre der zentrale Ansprechpartner in Sachen Botswana-Partnerschaft, fiel es sichtlich schwer, dem Plenum über die Situation in dem afrikanischen Land zu berichten. „Dort gibt es zwei lutherische Kirchen und die, mit der wir eng verbunden sind, ist auch noch in sich zerstritten.“ Waren dort in der Vergangenheit viele Projekte mit Jugendlichen und Erwachsenen umgesetzt worden, nahm die Aktivität in jüngster Zeit deutlich ab. Ein Versuch, sie auf neue Füße zu stellen, sei mit einem Workshop in Rotenburg unternommen worden. Beide Seiten hätten sich davon begeistert gezeigt, allerdings sei es nicht gelungen, die Ideen umzusetzen, weil die Kirche in Botswana mit sich selbst beschäftigt gewesen sei. Der neue Bischof habe signalisiert, die Partnerschaft erneuern zu wollen, allerdings keine Vorstellung gehabt, wie das funktionieren könnte.

„Aus einer intensiven Begegnung ist ein Austausch eines intimen Kreises geworden“, fasst Hartmut Ladwig, Vorsitzender des Kirchenkreistages, die Situation zusammen. Er fragte das Plenum, ob nicht der Punkt erreicht sei, wo die Initiative von Botswana ausgehen müsste. Superintendent Hans-Peter Daub ergänzte: „Wir wollen unsere Bemühungen nicht einstellen, sondern zunächst ruhen lassen und das den Menschen dort auch mitteilen, damit sich eine neue Initiative ergeben kann.“

Bei zwei Enthaltungen stimmte der Kirchenkreistag dem Vorschlag einstimmig zu.

 

Hartmut Ladwig dankt für Vertrauen

Tillner zur Berufung vorgeschlagen

Während der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistags bedankte sich Hartmut Ladwig für die Wahl als Vertreter in der Landessynode. Außerdem bat er um Zustimmung, den bisherigen Synodalen Thorsten Tillner für die Berufung durch den Kirchenrat vorzuschlagen.

„Als die Wahlhelfer die Stimmen auszählten, konnte ich es kaum fassen“, freut sich Ladwig über das „phänomenale Ergebnis“. Der frühere Geschäftsführer des Diakonischen Werks Rotenburg und amtierende Vorsitzende des Kirchenkreistags hatte sich als Nachfolger von Tillner aufstellen lassen und schaffte auf Anhieb den Einzug.

Für manchen kam der Berufungsvorschlag von Tillner überraschend, hatte der doch im Vorfeld erklärt, aus beruflichen und damit zeitlichen Gründen nicht noch einmal antreten zu wollen. Auf Nachfrage erklärte er: „Es gibt so viele Themen im Bereich der Diakonie, die angeschoben wurden, dass ich von mehreren Seiten angesprochen wurde, ob ich denn nicht zumindest für die kontinuierliche Weiterarbeit in diesem Bereich zur Verfügung stünde. Und das will ich gerne tun, wenn nicht auch die Mitarbeit in Sachen Haushalt gefordert ist.“

Einstimmig bekam er das Votum und kann nun vorgeschlagen werden. Der Kirchenrat darf zusätzlich zu den gewählten Vertretern noch zehn Personen in die Synode berufen. Tillner wäre einer von ihnen.

 

 

Nachfolge für den Superintendenten

Wahlausschuss wird bereits gebildet/Mitglieder aus dem Kirchenkreistag benannt

Die Kandidatur von Superintendent Hans-Peter Daub für das Amt des Landrates beschäftigte jetzt den Kirchenkreistag. Hintergrund: Ende März wird Daub bis zum Wahltermin freigestellt, im November übernimmt er dann entweder seinen neuen Posten im Kreishaus oder sucht sich eine neue Herausforderung. Darum muss nun ein Wahlverfahren für die Nachfolge eingeleitet werden.

„Es ist aus meiner Sicht immer zu begrüßen, wenn jemand aus dem kirchlichen Bereich in die Politik geht“, sagte Kirchenkreistagsvorsitzender Hartmut Ladwig. Allerdings müsse sich der Kirchenkreis nun mit dem Gedanken anfreunden, dass Daub sein Amt aufgeben wird. „Da schon jetzt bekannt ist, dass die Stelle frei wird, können wir bereits einen entsprechenden Wahlausschuss bilden“, so Ladwig. Dazu mussten zwei Mitglieder des Kirchenkreistages bestimmt werden, die in diesem Gremium mitarbeiten werden.

Der Kirchenkreistag nominierte einstimmig Sabine Bente und Pastor Thomas Steinke.

Schon im Januar findet ein Gespräch mit dem Landessuperintendenten statt, im März wird die Stelle ausgeschrieben, im Mai beginnt die Kandidatenauswahl. Die Wahl erfolgt dann im Kirchenkreistag. „Bei diesem Terminplan könnte es gelingen, dass wir ohne Vakanz die Nachfolge regeln können“, hofft Ladwig.

 

 

Haike Gleede neue Stellvertreterin

Einstimmig wurde während der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages in Brockel Haike Gleede, Pastorin in Horstedt, zur Stellvertreterin im Aufsichtsamt des Superintendenten gewählt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DATUM

9. Dezember 2013

AUTOR

Thomas Hartmann
BILDER (3)
Die Vertreter der fünf ausgewählten Projekte erhielten während der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages Urkunden und Rosen
Volker Bohling vom Bau- und Umweltausschuss des Kirchenkreises erläutert die anschließend beschlossene FondslösungJürgen Kasch erläutert dem Kirchenkreistag die Situation in Botswana
Die Vertreter der fünf ausgewählten Projekte erhielten während der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages Urkunden und Rosen