Meldungen in der Gemeinde

So ist Kirche hier in der Gemeinde. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Paramente

Paramente kann man nicht von der Stange kaufen. Da die Paramente der Martin-Luther-Kirche- Launenbrück nach weit über 50 Jahren in die Jahre gekommen waren, mußte sich der Kirchenvorstand Gedanken machen: „Wo bekommen wir neue her?“. Da die weißen Paramente (für die Christusfeste, also Weihnachten und Ostern) am verschlissensten erschienen, sollten sie als erste ausgetauscht werden. Im April besuchte der Kirchenvorstand die Ratzeburger Paramentenwerkstatt. Sie ließen sich von der Handwebmeisterin Kathrin Niemeyer in die alte Kunst der Paramentenweberei einführen. Neue Paramente entstehen immer in enger Abstimmung zwischen dem Auftraggeber und der Künstlerin. Ziel ist es, ein optimal auf den Kirchenraum abgestimmtes Parament zu entwerfen. Aus Ratzeburg nahm der Kirchenvorstand einen Satz Dias mit, die auf ein vor dem Altar hängendes Bettlaken projiziert wurden. So konnten erste Eindrücke gesammelt werden, wie welche Art eines Paramentes im Kirchenraum wirkt. Nächster Schritt war der Besuch von Kathrin Niemeyer in Lauenbrück, wo sie die Kirche wahrnehmen konnte und gemeinsam mit dem Kirchenvorstand Musterparamente in ihrer Wirkung auf den Kirchenraum betrachtete. Recht schnell wurde klar, daß der gemauerte Altarsockel mit seiner Holzumrandung zu schön ist, um unter einem langen Altartuch zu verschwinden. Mit den neuen Paramenten sollen künftig entsprechend andere Altartücher benutzt werden, die Altarsockel und -platte sichtbar lassen.

Nach intensiver Diskussion und Betrachtung der vorhandenen Bilder und Muster beschloß der Kirchenvor, mit dem Entwurf die Künstlerin

Dorothee Fiedler, freie Mitarbeiterein der Ratzeburg Paramentenwerkstatt, zu beauftragen. entwickelte nun den Entwurf der allen zusagte. Nachdem dieser vorlag und der Kirchenvorstand das endgültige „o.k.“ geben konnte, wurde die Paramentenwerkstatt im September mit der Herstellung der weißen Paramente für Altar und Kanzel beautragt. In ca. 100 Arbeitsstunden fertigte Frau Niemeyer bis November die beiden Paramente auf dem Hochwebstuhl in der Werkstatt.

Im Gottesdienst am Ewigkeitssonntag konnten die weißen Paramente feierlich eingeweiht werden. Wer nun auf dem Mittelgang Richtung Altar geht, dessen Blick setzt sich fort über das aus Wolle und Seide gewebte Parament, hoch zum Altarbild.

Das Parament an der Kanzel ist zweiteilig, schmal und verschieden lang gehalten, um mit der unterschiedlichen Kasettenschnitzerei der Kanzel zu harmonieren.

Die Kirchengemeinde Lauenbrück ist dankbar für viele Spenden von Gemeindegliedern, die diese Anschaffung ermöglichten. Zudem sagte die Landeskirche gab einen Zuschuss von dreißig Prozent zu, und bei der Sparkassenstiftung Scheeßel wurde eine Förderung beantragt, über die demnächst entschieden wird.

 

DATUM

5. Dezember 2013

AUTOR

Pastor Lars Rüter
BILDER (3)
Altarparament
Kanzelparament