Meldungen in der Gemeinde

So ist Kirche hier in der Gemeinde. Das macht sie. Dazu ist sie in unserer Welt nützlich und notwendig. Das sind die Menschen, die sich hier engagieren. Das sind ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele. Und immer wieder wird deutlich: In dieser Kirche ist Platz, um selbst dabei zu sein, mitzuerleben und auch mitzugestalten.

Informationen aus dem Kirchenkreistag

Kirchenkreistag verabschiedet den Finanz- und Stellenplan für die Jahre 2017 bis 2022

Es war ein langer und intensiver Prozess, an dessen Ende auf der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistags in Neuenkirchen die Verabschiedung des Stellenplans für den Zeitraum 2017 bis 2022 stand. Dass darin die Arbeit mit Kindern durch besondere finanzielle Zuweisungen eine größere Unterstützung erfahren soll, war bereits auf dem vergangenen Kirchenkreistag Konsens gewesen. Das soll ab dem Jahr 2018 mit 50.000 Euro jährlich erfolgen.

Jetzt konnte auch letzter Feinschliff an der Stellenplanung abgeschlossen werden. So beschlossen die Delegierten, ab dem Jahr 2019 jeweils 25 Prozent einer Pfarrstelle in den Regionen Fintel-Scheeßel-Lauenbrück und Rotenburg für Arbeiten im Kirchenkreis Rotenburg zur Verfügung zu stellen. Das sind einmal Aufgaben als Springkraft für Vertretungen in Notsituationen in den übrigen Kirchengemeinden und zum andern die Erarbeitung einer Aufgabenkritik für Pastorinnen und Pastoren und der Weiterentwicklung des Berufsbildes für die Zukunft. Angesichts sinkender Finanzmittel und dem damit einhergehenden Abbau von Personal ist es dem Kirchenkreis Rotenburg wichtig zu erarbeiten, welche Aufgaben Pastorinnen und Pastoren übernehmen oder lassen müssen, um zu große Belastungen zu vermeiden.

Am Ende der Sitzung dankte Superintendentin Susanne Briese den Anwesenden für die konstruktive Arbeit. „Besonders in der Schlussphase ist sehr engagiert an guten Lösungen gearbeitet worden.“ Den Beschlüssen vorangegangen war eine intensive inhaltliche Überarbeitung der Grundstandards, auf die sich der Kirchenkreis verpflichtet hat. Er umfasst die sieben Bereiche: Verkündigung, Gottesdienst und Seelsorge, Kirchenmusik und kirchliche Kulturarbeit, Kirchliche Bildungsarbeit, Kirchliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Diakonie, Leitung des Kirchenkreises sowie Verwaltung im Kirchenkreis.

 

Eintreten für Schutz und Würde von Flüchtlingen

Kirchenkreistag Rotenburg unterstützt das offene Bündnis „Niedersachsen packt an“

„Wir wollen ein klares Signal setzen und uns dafür einsetzen, dass Geflüchtete in dieser Gesellschaft Schutz haben“, sagt Susanne Briese, Superintendentin des Kirchenkreises Rotenburg. Deshalb haben auf dem jüngsten Kirchenkreistag in Neuenkirchen die Mitglieder beschlossen, sich dem Bündnis „Niedersachsen packt an“ anzuschließen.

Es wurde vom Land Niedersachsen in Kooperation mit der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, der Katholischen Kirche in Niedersachsen, dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und den Unternehmerverbänden Niedersachsen (UVN) ins Leben gerufen. Ziel dieses offenen Bündnisses ist es, die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylbegehrenden in Gesellschaft und Arbeit voranzubringen.

In den 16 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Rotenburg und in den diakonischen Einrichtungen gibt es inzwischen unzählige Initiativen wie beispielsweise Patenschaften, Internationale Cafés, Sprachunterricht, Fahrradwerkstätten und vieles mehr. Der Kirchenkreis hat eine zusätzliche Flüchtlingsberaterin eingestellt und Gelder zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit in den Kirchengemeinden bereitgestellt. Die Landeskirche unterstützt Flüchtlingsprojekte in diesem und nächsten Jahr mit mehr als acht Millionen Euro.

„Neben der nötigen Soforthilfe wollen wir Kirchen zu Orten des Bürgerdialogs machen. Kirchen sind gute Orte, um miteinander ins Gespräch zu kommen und Ängste und Sorgen moderiert und lösungsorientiert zusammenzutragen“, sagte Ralf Meister, Landesbischof und Ratsvorsitzender der Konförderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen während der öffentlichen Vorstellung des Projekts in Hannover.

Auch Briese sieht die Kirche in der Flüchtlingsfrage auf diesen zwei Feldern gefordert. Deshalb war es für sie keine Frage, sich dem Bündnis „Niedersachsen packt an“ anzuschließen. „Ich halte es für sehr wichtig, öffentlich für den Schutz und die Würde von Zuflucht Suchenden einzutreten“, sagt die Superintendentin. Für sie wie für Bischof Meister ist das Bündnis der Ausdruck einer gemeinsamen Haltung. „Diese Haltung hält die Menschen zusammen und macht sie widerständig gegen fahrlässige Argumente, gegen die Bedrohung der Humanität in unserem Land. Wir brauchen gerade in unruhigen Zeiten auch öffentliche Vergewisserung, die Haltungen in unserer Gesellschaft stabilisiert, festhält und fortschreibt“, formulierte es Meister.

Mittlerweile haben sich mehr als rund 2.100 Initiativen und Einzelpersonen dem Bündnis angeschlossen. Der Aufruf kann unterzeichnet werden unter: www.niedersachsen-packt-an.de

 

 

 

 

 

 

DATUM

22. Februar 2016

AUTOR

Anette Meyer
BILDER (1)
Hartmut Ladwig, Vorsitzender des Kirchenkreistags und Superintendentin Susanne Briese freuen sich, das der Finanz- und Stellenplan einen guten Abschluss fand
Hartmut Ladwig, Vorsitzender des Kirchenkreistags und Superintendentin Susanne Briese freuen sich, das der Finanz- und Stellenplan einen guten Abschluss fand
Hartmut Ladwig, Vorsitzender des Kirchenkreistags und Superintendentin Susanne Briese freuen sich, das der Finanz- und Stellenplan einen guten Abschluss fand

KONTAKTE

Hartmut Ladwig

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Kirchenkreis-Gremien
sonstiges
Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Kirchenvorstand
Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Kirchengemeindeverband
Hartmut
Ladwig
Vorsitzender des KGV der Region Rotenburg & des Kirchenkreistages
27356
Rotenburg (Wümme)